Dresden: Empfangshalle am Bahnhof Neustadt wegen Gerüstaufbau für fünf Wochen gesperrt
Sanierung der historischen Stuckdecke führt zu fünf Wochen Sperrung
Ab Montag bleibt die zentrale Empfangshalle des Bahnhofs Dresden-Neustadt für voraussichtlich fünf Wochen geschlossen. Die Deutsche Bahn hat ein umfangreiches Schutzgerüst aufgebaut, um die 125 Jahre alte, denkmalgeschützte gewölbte Stuckdecke in Augenschein zu nehmen und aufwändige Reparaturen vorzubereiten.
Die Halle, die seit 1901 den Reisenden den Weg in die Neustadt weist, wird während des Gerüstbaus nicht zugänglich sein. Die Decke überspannt rund 1 200 Quadratmeter und ist mit dekorativen Stuckkränzen versehen. Für das Schutzgerüst werden nach Angaben der Bahn mehr als 180 Tonnen Stahl verbaut.
Wegeführung und eingeschränkte Angebote
Während der Sperrung erreichen Fahrgäste die Bahnsteige ausschließlich über die Hansastraße. Handels- und Gastronomieflächen sind nur eingeschränkt über Seiteneingänge erreichbar. Das DB-Reisezentrum, die DB-Information und der Taxistand sind vorübergehend in Richtung Hansastraße verlegt worden.
Barrierefreiheit vorübergehend eingeschränkt
Die Deutsche Bahn weist darauf hin, dass in den kommenden Wochen kein stufenfreier Zugang zu den Bahnsteigen am Bahnhof Neustadt möglich ist. Mobilitätseingeschränkte Reisende werden gebeten, auf die barrierefreien Alternativen Dresden-Mitte oder Dresden Hauptbahnhof auszuweichen.
Arbeiten im Verborgenen, Zeitplan offen
Nach dem Aufbau des Gerüstes werden Fachleute die Stuckdecke detailliert untersuchen. Die eigentliche Sanierung kann erst geplant werden, wenn die Schäden und Ursachen vollständig dokumentiert sind. Deshalb steht noch nicht fest, wann die Restaurierungsarbeiten beginnen und wie lange sie dauern werden.
Die Sperrung dient dem Schutz der historischen Substanz und der Sicherheit der Reisenden. Die Bahn betont, dass die Untersuchung und gegebenenfalls folgende Restaurierung der Stuckelemente notwendig sind, um die denkmalpflegerische Substanz des Bahnhofs langfristig zu erhalten.

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