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Korridorsanierung Rechter Rhein: Deutsche Bahn beschleunigt Planung mit Drohnen, Georadar und Rucksack-Scannern

30. April 2026

Digitale Vermessung soll Korridorsanierung in fünf Monaten ermöglichen

Die Deutsche Bahn bereitet die umfangreiche Korridorsanierung am rechten Rheinufer zwischen Troisdorf und Wiesbaden mit hoher Taktung vor. Ziel ist ein Baustart am 10. Juli und die fristgerechte Fertigstellung zum 11. Dezember. Um das anspruchsvolle Bauvolumen in nur fünf Monaten zu bewältigen, setzt die DB InfraGO auf moderne Vermessungs- und Aufnahmetechniken.

Bei der Erfassung der rund 160 Kilometer langen Strecke sowie aller betroffenen Bahnhöfe kommen Drohnen mit Laserscannern, Georadar sowie mobile Mapping-Systeme in Rucksackform zum Einsatz. Die digitalen Aufnahmen liefern detaillierte 3D-Daten, aus denen maßstabsgetreue Luftbilder und Punktwolken entstehen. Diese Datengrundlage soll Planungsprozesse beschleunigen, Bauabläufe optimieren und die Bauüberwachung erleichtern.

Projektverantwortliche betonen den Zeitgewinn: Mit drohnengestützter Vermessung lasse sich die Datenerhebung im Vergleich zu konventionellen Verfahren deutlich beschleunigen, sodass sich Baustellen effizienter planen lassen und der Zugverkehr während der Vorbereitungen weitgehend aufrechterhalten werden kann. Ergänzend erfassen Rucksack-Scanner Bahnsteige und Gebäude in 3D, während 360°-Kameras eine schnelle visuelle Dokumentation ermöglichen.

  • Drohnenscans und LiDAR schaffen großflächige, präzise Punktwolken
  • Georadar erlaubt Erkundungen des Untergrunds bis zu 3,5 Metern Tiefe
  • Mobile Mapping in Rucksackform liefert detailgetreue Aufnahmen von Bahnsteigen und Bauwerken
  • Daten werden für Planung, Bauüberwachung und transparente Dokumentation verwendet

Die Georadar-Systeme erreichen nach Angaben der Bahn an einem guten Arbeitstag Aufnahmedistanzen von bis zu 300 Kilometern und identifizieren zuverlässig Leitungen, Hohlräume oder Fundamentreste. Das ist besonders wichtig, weil vorhandene Bestandsunterlagen häufig Lücken aufweisen. Aus den verschiedenen Datensätzen entsteht ein dreidimensionales Abbild der Strecke, das präzise Analysen und Messungen erlaubt und als Grundlage für die kontrollierte Umsetzung der Bauarbeiten dient.

Die Korridorsanierung am rechten Rheinufer betrifft mehrere Bundesländer und ist Teil langfristiger Infrastrukturerneuerungen. Mit der Kombination aus Drohnen, Georadar und Rucksack-Scannern will die Deutsche Bahn nicht nur Zeit sparen, sondern auch die Planungssicherheit erhöhen und Eingriffe in den laufenden Bahnbetrieb so gering wie möglich halten.

Der Bericht stützt eine Nachricht von: lok-report.de

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