Massiver Personalabbau im Ausbesserungswerk trifft Verwaltung und Fertigung
165 Stellen fallen weg in regionalem Ausbesserungswerk der Deutschen Bahn
Paderborn — Im Ausbesserungswerk an der Hermann-Kirchhoff-Straße zeichnet sich ein deutlich größerer Personalabbau ab als zunächst kommuniziert. Nach Angaben der Deutschen Bahn werden nun 165 der derzeit rund 580 Beschäftigten ihren Arbeitsplatz verlieren. Vor gut einem Monat war noch von etwa 100 Betroffenen die Rede, die vor allem in der Fertigung tätig seien.
Die Bahn begründet den Schritt mit einem dauerhaft geringeren Arbeitsaufkommen. Betroffene Mitarbeitende sollen dem Konzern zufolge alternative Stellen innerhalb der Deutschen Bahn angeboten bekommen. Als weitere Option ist eine Abfindung vorgesehen. Eine Schließung des Paderborner Werks ist nach aktuellem Stand nicht geplant.
Im Unterschied zur ersten Ankündigung betrifft der neue Stellenabbau neben Fachkräften in der Produktion jetzt auch Verwaltungsmitarbeitende. Die Entscheidung löst Verunsicherung unter den Beschäftigten aus, viele von ihnen stehen vor der Frage, ob sie ein Angebot zur innerbetrieblichen Versetzung annehmen oder eine Abfindung wählen sollen.
- Betroffene Gesamtsumme: 165 von circa 580 Beschäftigten
- Ursprüngliche Angabe: rund 100 betroffene Fertigungsmitarbeitende
- Standort: Ausbesserungswerk an der Hermann-Kirchhoff-Straße
- Werk soll offen bleiben; interne Stellenangebote oder Abfindungen vorgesehen
Die Redaktion bekam den Hinweis zu dem Thema anonym. Recherchen und Nachfragen bei der Deutschen Bahn bestätigten die höhere Zahl der betroffenen Stellen. Gewerkschaften und Betriebsrat wurden bislang in Teilen informiert; Details zu konkreten Abfindungsregeln oder Umsetzungsfristen liegen noch nicht öffentlich vor.
Für viele Beschäftigte in Paderborn ist die Nachricht ein harter Einschnitt: Das Werk gilt seit Jahrzehnten als regionaler Arbeitgeber mit technischer Fachkompetenz. Nun stehen Kolleginnen und Kollegen vor einer ungewissen Zukunft, während die Stadt und die Gewerkschaften Gespräche über mögliche Unterstützungsangebote und Perspektiven für die Betroffenen vorbereiten.
Weitere Entwicklungen sind zu erwarten. Radio Hochstift hat die Deutsche Bahn um konkrete Angaben zu Zeitplan und Sozialplan gebeten und berichtet weiter, sobald neue Informationen vorliegen.

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