Halbzeitbilanz positiv: Generalsanierung auf der Strecke Nürnberg–Regensburg liegt im Zeit- und Kostenrahmen
Generalsanierung erreicht Halbzeit und liegt im Plan
Bei der umfassenden Erneuerung der Bahnstrecke zwischen Nürnberg und Regensburg zieht die Deutsche Bahn nach zweieinhalb Monaten Bauzeit eine positive Zwischenbilanz. Vor Ort in Laaber berichtete DB InfraGO, dass die Arbeiten sowohl zeitlich als auch finanziell im Rahmen liegen und die nächsten Prüfphasen vorbereitet werden.
Die Baustelle läuft auf Hochtouren: Bislang wurden 87 Kilometer Gleise erneuert, rund 12 Kilometer Oberleitungen ausgetauscht und etwa 1.000 neue Oberleitungsmasten errichtet. Zudem sind 53 Weichen sowie zahlreiche Komponenten der Leit- und Sicherungstechnik modernisiert worden. Insgesamt sind an den Arbeiten zeitweise bis zu 2.000 Menschen gleichzeitig beteiligt.
DB-Vertreter hoben hervor, dass nun die empfindliche Phase der Inbetriebnahme anstehe. «Jetzt kommt natürlich in den nächsten Wochen die entscheidende Phase: das Prüfen und Abnehmen insbesondere der Signaltechnik», sagte Gerd-Dietrich Bolte, Vorstand von DB InfraGO.
Auch aus der Politik gab es Lob für das Vorgehen. Bayerns Verkehrsminister Christian Bernreiter zeigte sich beeindruckt und befürwortete eine Fortsetzung der Korridorsanierungen, weil nur großflächige Programme schnelle Verbesserungen bringen würden. Bundesverkehrsstaatssekretär Ulrich Lange bezeichnete das bayerische Projekt im Vergleich zu anderen Vorhaben als positives Beispiel und betonte die Bedeutung der Bundesmittel: In diesem Jahr fließen laut Lange Milliarden in den Schienenausbau, ein Teil davon nach Bayern.
Für Fahrgäste und Güterverkehr bedeutet die Baustelle weiter Schienenersatzverkehr mit Bussen. Die Deutsche Bahn berichtet, dass sich die Umstiegsregelungen und Fahrplananpassungen nach anfänglichen Problemen stabilisiert haben und dass die Ersatzverkehre inzwischen zu 96 Prozent pünktlich fahren. Die Strecke soll planmäßig am 10. Juli wieder für den Zugverkehr freigegeben werden.
Parallel startet bereits ab Juni die nächste große Sanierungsmaßnahme auf der Strecke von Obertraubling nach Passau, die weiträumige Auswirkungen auf Verkehre in der Region haben dürfte. Reisende sollten sich daher weiterhin auf Einschränkungen und längere Reisezeiten einstellen.
- Erneuerte Gleise: 87 Kilometer
- Neue Oberleitungen: rund 12 Kilometer
- Oberleitungsmasten: etwa 1.000
- Modernisierte Weichen: 53
- Maximal eingesetzte Arbeiter gleichzeitig: bis zu 2.000
- Pünktlichkeit Ersatzverkehr: rund 96 Prozent
Die Sanierung zielt langfristig auf mehr Zuverlässigkeit, höhere Leistungsfähigkeit und geringere Anfälligkeit der Strecke. Für Pendlerinnen und Pendler bedeutet das kurzfristig Einschränkungen, langfristig aber stabilere Bahnverbindungen.

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