Modernisierung am Bahnhof: Elektronisches Stellwerk soll Zugverkehr in Zukunft stabilisieren
Elektronisches Stellwerk soll Zuverlässigkeit und Kapazität sichern
Die Deutsche Bahn baut in Zeitz ein modernes elektronisches Stellwerk, um die mehr als hundert Jahre alte Technik am Knoten zu ersetzen und den Zugverkehr zukunftsfest zu machen. Die Baumaßnahmen laufen in mehreren Abschnitten und sollen nach Angaben der DB-Infra bis 2027 die alte Stellwerkstechnik durch ein ESTW ablösen.
Die bisherige Steuerungstechnik gilt als störanfällig, wartungsintensiv und personell aufwendig. Ohne Erneuerung der Signaltechnik ließen sich geplante Ausbauprojekte, etwa auf der Strecke Leipzig–Zeitz–Gera, nicht realisieren. Bahnsprecher Jörg Bönisch erklärt, dass mit dem ESTW die Signal- und Schaltlogik an moderne Anforderungen des Zugbetriebs angepasst werde.
Im Bahnhof Zeitz stehen deshalb umfangreiche Arbeiten an: Erneuerung und Instandsetzung von Weichen, Anpassung der Signalanlagen sowie Optimierungen am Spurplan. Parallel laufen noch Tiefbauarbeiten in Zusammenhang mit dem Brückenneubau in Zangenberg, die ebenfalls den Zeitplan beeinflussen.
- Ziel ist ein stabilerer, weniger störanfälliger Betrieb
- Grundlage für den Ausbau der Strecke Leipzig–Zeitz–Gera
- Arbeiten voraussichtlich bis 2027, phasenweise mit Sperrungen und Bauabschnitten
Für Fahrgäste und den Regionalverkehr bedeutet die Umrüstung langfristig weniger Verspätungen und größere Pünktlichkeit. Kurzfristig sind jedoch abschnittsweise Sperrungen, Umleitungen oder Schienenersatzverkehre möglich. Die Bahn kündigt an, Bauphasen so zu koordinieren, dass der laufende Betrieb möglichst wenig beeinträchtigt wird.
Die Modernisierung in Zeitz ist Teil eines größeren Programms zur Digitalisierung und zuverlässigen Steuerung des Schienenbetriebs in der Region. Neben der technischen Umrüstung schafft das Projekt auch Arbeitsplätze für die Bau- und Instandsetzungsphasen und bereitet die Strecke auf höheren Verkehr und moderne Betriebsabläufe vor.
Die Stadt Zeitz begleitet die Maßnahmen organisatorisch, Anwohner werden über anstehende Sperrungen und Lärmphasen informiert. Die Bahn plant, die neue Technik 2027 in Betrieb zu nehmen, sofern Bauablauf und Witterung dies zulassen.

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