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DB Cargo plant Abbau von 6.200 Stellen bis 2030

28. Mai 2026

DB Cargo will 6.200 Stellen abbauen, um das Unternehmen zu sanieren

Die Güterbahntochter der Deutschen Bahn hat einen weitreichenden Stellenabbau angekündigt. Von den rund 14.000 Arbeitsplätzen in der deutschen Einheit sollen bis 2030 etwa 6.200 wegfallen. Konzernchef Bernhard Osburg betont, der Schritt sei bitter, aber notwendig, um die Tochter langfristig wirtschaftlich stabil zu machen und eine Rentabilität von drei Prozent zu erreichen.

Nach Angaben des Vorstandsvorsitzenden sollen bis Mitte Juni Vereinbarungen zum Interessenausgleich stehen. DB Cargo rechnet mit Sanierungsmaßnahmen im Gegenwert von einer Milliarde Euro. Das Unternehmen befindet sich nach eigenen Angaben in intensiven Gesprächen mit Betriebsräten und dem Aufsichtsrat, um die geplanten Schritte sozialverträglich zu gestalten.

Regionale Folgen und erste Details

Die Auswirkungen werden auch in Nordrhein-Westfalen spürbar sein. Dort beschäftigt DB Cargo derzeit rund 3.300 Menschen an einem Dutzend Standorten. Als ein konkretes Beispiel nannte Osburg die Veräußerung der Instandhaltung in Oberhausen an eine andere Bahntochter, wovon eine zweistellige Zahl an Arbeitsplätzen betroffen sein dürfte. Auch am großen Control Tower in Duisburg, zuständig für Planung, Disposition und Vertrieb, seien Anpassungen am künftigen Geschäftsbetrieb geplant.

Sozialverträglichkeit und interne Lösungen

DB Cargo verweist auf demografische Faktoren und den konzerninternen Arbeitsmarkt der Deutschen Bahn als Puffer. Mit rund 220.000 Beschäftigten in Deutschland gebe es laut Unternehmen Möglichkeiten, betroffene Mitarbeitende intern umzusetzen. Dennoch bleibt die Ungewissheit bei vielen Beschäftigten groß. Gewerkschaften und Betriebsräte kündigen kritische Prüfungen der Pläne an und fordern belastbare Zusagen zur Beschäftigungssicherung und zu Angeboten für Qualifizierung und Frühverrentung.

Die Ankündigung folgt einer ersten Mitteilung zum Abbau bereits im Februar. Nun steht die Verhandlungsphase an, die über Umfang, Verteilung und soziale Schutzmechanismen entscheiden wird. Für die kommenden Monate sind weitere Gespräche und konkrete Vereinbarungen zu erwarten, die über den künftigen Kurs der deutschen Güterbahn entscheiden.

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