Bodycams fassen Einzug im Zugalltag: Deutsche Bahn startet breite Sicherheitsoffensive
Bodycams sollen Zugpersonal und Fahrgäste besser schützen
Magdeburg, 09.03.2026 — Zugbegleiterinnen und Zugbegleiter zählen inzwischen zu den gefährdetsten Berufsgruppen im deutschen Verkehrssektor. Als Reaktion auf steigende Angriffe und Übergriffe hat die Deutsche Bahn eine umfassende Sicherheitsoffensive angekündigt, bei der Bodycams eine zentrale Rolle spielen sollen.
Das Unternehmen setzt dabei auf moderne Technik aus dem Harz, die laut Angaben der Bahn hochwertige Aufzeichnungen in kritischen Situationen liefern kann. Die angeschaffte Ausstattung soll helfen, Vorfälle zu dokumentieren, Ermittlungen zu erleichtern und abschreckend auf potenzielle Täter zu wirken.
Konkrete Maßnahmen und geplante Einführung
Geplant ist ein abgestufter Rollout: Zunächst sollen Mitarbeiter in besonders belasteten Regionen mit Bodycams ausgestattet werden, anschließend folgt eine schrittweise Ausweitung auf weitere Strecken. Begleitend dazu plant die Bahn zusätzliche Schulungen für das Personal sowie Informationskampagnen für Fahrgäste, um Akzeptanz und rechtliche Rahmenbedingungen zu klären.
Reaktionen von Gewerkschaften und Datenschützern
Gewerkschaften begrüßen die Initiative als wichtigen Schritt zum Schutz des Personals, mahnen aber zugleich an, dass technische und organisatorische Maßnahmen nicht die alleinige Antwort sein dürfen. Datenschützer fordern transparente Regeln zum Umgang mit Aufnahmen, klare Löschfristen und strenge Zugriffsrechte, damit Persönlichkeitsrechte gewahrt bleiben.
Warum die Technik aus dem Harz relevant ist
Hersteller aus dem Harz bieten nach Aussage von Fachleuten robuste, wetterfeste und hochauflösende Kamerasysteme, die speziell für den Einsatz im Bahnverkehr entwickelt wurden. Ihre Aufnahmen sollen unter schwierigen Lichtverhältnissen und in engen Innenräumen zuverlässig funktionieren.
Blick nach vorne
Die Bahn betont, dass Bodycams nur ein Baustein in einem umfassenderen Konzept zur Sicherheit sind. Parallel sollen Präsenz von Sicherheitspersonal, bessere Lichtverhältnisse in Zügen und auf Bahnhöfen sowie präventive Maßnahmen das Sicherheitsgefühl von Beschäftigten und Reisenden stärken. Ob die Offensive die Lage deutlich verbessert, wird sich in den kommenden Monaten zeigen.

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