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Deutsche Bahn investiert in Komfort: Sauberere Fernzüge und verlässlichere Bordgastronomie sollen Fahrgäste überzeugen

03. März 2026

Mehr Sauberkeit und verlässliche Bordgastronomie in Fernzügen

Berlin. Die Deutsche Bahn kündigt ein Sofortprogramm an, mit dem Fahrgäste im Fernverkehr kurzfristig spürbare Verbesserungen erleben sollen. Ziel ist es, intakte Toiletten, gefüllte Vorratsschränke im Bordbistro und eine zuverlässigere Versorgung mit Kaffee sicherzustellen.

Vorstand Michael Peterson kündigte an, dass der Konzern in diesem Jahr rund 20 Millionen Euro zusätzlich in Sauberkeit, bessere Logistik für die Bordgastronomie und die Verfügbarkeit von Bordanlagen investieren werde. «Die Fahrgäste werden feststellen: Es tut sich was in den Fernverkehrszügen, und zwar rasch», sagte Peterson.

Konkrete Maßnahmen

  • Mobile Reinigungsteams: Das Personal, das während der Fahrt Abfall beseitigt und Toiletten reinigt, soll verdoppelt werden. Auf stark befahrenen Strecken werden voraussichtlich 220 mobile Reinigungskräfte eingesetzt.
  • Sonderreinigungen an Knotenpunkten: An großen Bahnhöfen sollen spezielle Teams bereitstehen, die Teppiche und Waggons in einem wöchentlichen Turnus säubern.
  • Techniker an Schlüsselknoten: Fachleute für Reparaturen an Kaffeemaschinen und Bordanlagen sollen künftig an wichtigen Knotenbahnhöfen stationiert werden, unter anderem in Frankfurt, Hamburg, München und Berlin, um Ausfälle schneller zu beheben.
  • Logistik der Verpflegung: Die Zulieferung von Speisen und Getränken soll überarbeitet werden, damit Vorräte auf langen Strecken nicht mehr so schnell ausgehen.

Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder begrüßte die Maßnahmen und sagte: «Wir verbessern, was verbessert werden muss.» Das Programm ist Teil einer Reihe von Initiativen, mit denen die Bahn kurzfristig die Kundenerfahrung stärken will, solange sich Pünktlichkeit und Gesamtreliabilität nicht sofort deutlich steigern lassen.

Erweiterte Bahnhofspflege und Kundeninformation

Parallel läuft bereits ein Sonderprogramm zur Reinigung und Sicherheit an Bahnhöfen. Insgesamt sollen in diesem Jahr doppelt so viele Stationen wie im Vorjahr einen umfassenden Fruehjahrsputz erhalten, 1400 statt 700. Ein weiteres geplantes Programm zielt auf bessere Kundeninformation bei Verspaetungen und Gleiswechseln; Details dazu stehen noch aus.

Tarifabschluss sorgt fuer Ruhe im Fahrplan

Zusätzlich entlastet ein Tarifabschluss zwischen dem DB-Management und der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivfuehrer (GDL) die Fahrgäste: In diesem und im kommenden Jahr sind keine Bahnstreiks geplant. Die Lokfuehrer erhalten in zwei Stufen insgesamt fuenf Prozent mehr Lohn; im April erhalten rund 10 000 Beschäftigte eine Einmalzahlung von 700 Euro. Der neue Vertrag ist fuer 24 Monate ausgelegt und bringt eine bis Ende 2027 geltende Streikpause.

Reaktionen und Personalpuzzle im Konzern

Der Fahrgastverband Pro Bahn bewertete die Ankuendigungen positiv und hob hervor, wie wichtig verlässliche Bordangebote fuer die Reisezufriedenheit seien. Gleichzeitig sorgt im Konzern eine Personalentscheidung fuer Schlagzeilen: Laut Medienberichten verlässt die erst vor wenigen Monaten gestartete Finanzvorständin Karin Dohm das Unternehmen erneut; ufernde Differenzen mit dem Betriebsrat sollen dafuer ursächlich sein.

In der Summe setzt die Deutsche Bahn auf kurzfristig sichtbare Verbesserungen, um verlorenes Vertrauen zurueckzugewinnen. Ob die Massnahmen praezise genug sind, um die Erwartungen vieler Reisender dauerhaft zu erfuellen, wird sich in den kommenden Monaten zeigen.

Der Bericht stützt eine Nachricht von: morgenpost.de

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