Verbindungsbahn wieder freigegeben: Sternbrücke bringt Hamburgs Schienenverkehr zurück in Fahrt
Verkehr auf der Verbindungsbahn nach Brückeneinbau wieder freigegeben
Die DB InfraGO hat die Bauarbeiten an der neuen Sternbrücke abgeschlossen und die Verbindungsbahn zwischen Altona und Hauptbahnhof wieder in Betrieb genommen. Damit können im Schnitt rund 1.000 Fern-, Regional- und S-Bahn-Züge täglich wieder die Strecke passieren.
Der Zugbetrieb startete in den frühen Morgenstunden: Zuerst passierte der DB Regio RE 70 aus Kiel die neue Brücke gegen 4:15 Uhr, nachdem er kurz nach drei in Kiel abgefahren war. Im Fernverkehr markierte der ICE 103 von Hamburg-Altona nach Basel SBB den Auftakt, er passierte die Brücke etwa gegen 4:30 Uhr. Auch der S-Bahn-Verkehr wurde unmittelbar wieder aufgenommen, die S5 rollte in den frühen Morgenstunden über die neue Konstruktion.
Philipp Nagl, Vorstandsvorsitzender der DB InfraGO, betonte die Bedeutung des Knotens für weite Teile des europäischen Netzes und würdigte die Leistung der beteiligten Teams: «Ein leistungsfähiges Schienennetz braucht leistungsfähige Knoten. Mit der neuen, über das Sondervermögen finanzierten Sternbrücke stärken wir diese Verbindung weit über Hamburg hinaus.»
Verdichtete Bauarbeiten und technische Erneuerungen
In den vergangenen Wochen arbeiteten die Teams rund um die Uhr, um Bahndamm, Gleise und Infrastruktur wiederherzustellen. Für die Integration der Brücke wurden rund vier Kilometer Schiene, etwa 3.000 Schwellen und etwa 8.000 Tonnen Schotter eingebaut. Anschließend folgten der Aufbau der Oberleitungsanlage sowie Erneuerungen an Leit- und Sicherungstechnik. Alle erforderlichen technischen Abnahmen wurden abgeschlossen, sodass ein sicherer und zuverlässiger Betrieb gewährleistet ist.
Zum Gesamtprojekt gehörte zudem das Einheben der neuen Sternbrücke mit einem Gewicht von rund 3.700 Tonnen und einer Länge von 108 Metern. Parallel zu diesem Kraftakt nutzte die Deutsche Bahn die Sperrpause für weitere Arbeiten in der Hansestadt, die langfristig die Leistungsfähigkeit des Knotens sichern sollen.
Auswirkungen für die Mobilität und die Anwohner
- Die Maßnahmen schaffen die Voraussetzung für die Verlegung des Fern- und Regionalbahnhofs Altona nach Diebsteich.
- Langfristig erhöht sich die Kapazität des Knotens, was Zuverlässigkeit und Frequenz des Zugverkehrs verbessern soll.
- Während der Bauphase kam es zu erheblichen Lärmbelastungen; die Deutsche Bahn bedankte sich für das Verständnis der Fahrgäste und der Anwohnenden.
Mit der Wiederinbetriebnahme endet die mehrwöchige Sperrpause der Verbindungsbahn. Das Projekt ist Teil größerer Anstrengungen, die Mobilitätswende voranzutreiben und die Schieneninfrastruktur in Deutschland zukunftsfähig zu machen.
Die DB InfraGO hob abschließend die koordinierte Leistung von Planern, Baufirmen und Prüfingenieuren hervor und dankte allen Beteiligten für ihren Einsatz, der den pünktlichen Wiederanlauf des Zugbetriebs ermöglicht hat.