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Sachsen‑Franken‑Magistrale: Große Bauetappe zwischen Gößnitz und Werdau bereitet Strecke auf höhere Geschwindigkeiten vor

08. August 2026

Ausgedehnte Sperrungen bündeln Arbeiten für schnellere und zuverlässigere Strecke

Leipzig. Die Deutsche Bahn setzt den Ausbau der Sachsen‑Franken‑Magistrale mit einer umfangreichen Bauphase konsequent fort. Vom 17. August bis 12. Dezember 2026 werden im Eisenbahnknoten Gößnitz und im Bahnhof Werdau zahlreiche Arbeiten zusammengefasst, um Kapazität, Qualität und Pünktlichkeit im Regional‑ und Güterverkehr zu verbessern.

Schwerpunkte der Bauetappe

In Gößnitz stehen Gleis‑ und Weichenerneuerungen sowie der Ausbau der Oberleitungsanlagen im Mittelpunkt. Zusätzlich werden Brücken in Ponitz und Crimmitschau eingeschoben und Stützwände entlang der Alexander‑Puschkin‑Straße beziehungsweise der Kitscherstraße fortgeführt. Im Bahnhof Werdau entstehen zwei neue Güterzugüberholgleise à 750 Meter, neue Weichen- und Signalanlagen sowie ein Zwischensignal am Bahnsteig 2, das künftig das Kuppeln und Trennen von Zügen erleichtert. Außerdem wird der Bahnhof umfassend modernisiert: neue Bahnsteigdächer, ein modernes Wegleitsystem, Anzeigeinfrastruktur und eine grundlegend erneuerte Personenunterführung.

Bauablauf und Anpassungen

Geänderte Baugrundverhältnisse an einer Stützwand in Gößnitz sowie Engpässe bei spezialisierten Prüfungen und Materialien haben zu Anpassungen im Terminplan geführt. Die DB betont, dass die Hauptmaßnahmen während der Sperrpause umgesetzt werden; Restarbeiten sowie die Fertigstellung von Stütz‑ und Lärmschutzbauwerken schließen sich an. Die Inbetriebnahme weiterer Gleisanlagen in Gößnitz ist für eine Sperrpause im Jahr 2027 vorgesehen. Für das Projekt 750‑Meter‑Überholgleise Werdau verschob sich die Inbetriebnahme von Oktober auf Dezember 2026, vor allem wegen hoher Auslastung bei Leit‑ und Sicherungstechnikprüfungen.

Mobilität während der Sperrung

Weil bestimmte Arbeiten nur bei vollständiger Streckensperrung möglich sind, hat DB Regio ein abgestimmtes Verkehrskonzept mit Schienenersatzverkehr entwickelt. Die Ersatzverkehre sind auf Zuganschlüsse abgestimmt; Reisende werden über Fahrplanänderungen digital und an den Bahnhöfen informiert.

  • 17. August bis 22. August 2026: Gößnitz–Zwickau
  • 23. August bis 18. Oktober 2026: Altenburg–Zwickau
  • 19. Oktober bis Fahrplanwechsel im Dezember 2026: Gößnitz–Zwickau

Mit dem Fahrplanwechsel im Dezember übernimmt die Länderbahn die Bedienung der S‑Bahnverkehre S5/5x auf dem betroffenen Abschnitt.

Aussagen aus dem Projekt

Jan Hornig, Leiter Projektportfolio Leipzig/Chemnitz bei DB InfraGO, sagt: «Mit der bevorstehenden Bauphase erreichen wir einen wichtigen Meilenstein beim Ausbau der Sachsen‑Franken‑Magistrale. Die kommenden Monate nutzen wir, um möglichst viele Bauleistungen gebündelt umzusetzen.»

Leonhard Novak, Netzmanager S‑Bahn Mitteldeutschland bei DB Regio Südost, ergänzt: «Für diesen Streckenabschnitt können wir auf langjährige Erfahrungen im Schienenersatzverkehr zurückgreifen. Unser Ziel ist es, unseren Fahrgästen auch während der Bauarbeiten eine verlässliche und möglichst komfortable Reisekette zu bieten.»

Projektziel und Perspektive

Die Sachsen‑Franken‑Magistrale erstreckt sich über rund 288 Kilometer und verbindet mehrere Bundesländer. Nach dem umfassenden Ausbau sollen Züge dort bis zu 160 km/h statt bisher 120 km/h fahren können. Geplant sind unter anderem 32 Elektronische Stellwerke sowie die Sanierung oder Erneuerung von 223 Eisenbahnbrücken. Die Maßnahmen zielen darauf ab, die Strecke für den Personen‑ und Güterverkehr dauerhaft leistungsfähiger zu machen.

Die Deutsche Bahn bittet Anwohnende und Reisende um Verständnis für baubedingte Beeinträchtigungen und weist darauf hin, dass moderne Geräte und Arbeitsweisen eingesetzt werden, um Auswirkungen so gering wie möglich zu halten.

Der Bericht stützt eine Nachricht von: deutschebahn.com
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