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Pendlerachse zwischen Ruhr und Rheinland kurz vor Wiedereröffnung – weitere Kurzsperrungen angekündigt

31. Mai 2026

Sperrung bald beendet, weitere Kurzsperrungen geplant

Hagen – Die Generalsanierung der Bahnverbindung zwischen Hagen, Wuppertal und Köln geht in die Schlussphase. Nach Angaben einer Sprecherin der Deutschen Bahn hat das Projekt bis Ende Mai rund drei Viertel der vorgesehenen Bauzeit absolviert; mehr als 70 Prozent der Gleise und der Oberleitung seien bereits erneuert worden. Seit dem Baustart am 6. Februar 2026 fahren auf dem Abschnitt überwiegend Ersatzbusse statt Züge.

Die Arbeiten an allen 50 Weichen sind abgeschlossen, die DB InfraGO liege damit im Zeitplan. Ziel sei die Wiederinbetriebnahme der Strecke am 10. Juli 2026. Vor dem regulären Betriebsstart müssten jedoch noch umfassende Prüfungen durch Fachleute erfolgen, so die Bahnsprecherin.

  • 65 Kilometer lange Strecke quer durch eines der dichtest besiedelten Ballungsräume Deutschlands
  • Knapp vier Kilometer neue Schallschutzwände für deutlich geringere Lärmbelastung
  • Zwölf Bahnhöfe werden modernisiert und barrierefrei ausgebaut

Nach Abschluss der Hauptruhe sollten Reisende von einer leistungsfähigeren und robusteren Infrastruktur profitieren. Neben dem Gleis- und Weichentausch werden fast vier Kilometer neue Schallschutzwände errichtet, die die Lärmsituation für Anwohnende merklich verbessern sollen. Insgesamt werden zwölf Stationen modernisiert, darunter größere Knotenpunkte wie Wuppertal Hauptbahnhof und Solingen Hauptbahnhof sowie kleinere Haltepunkte wie Leichlingen und Ennepetal.

Vollständig beendet sind die Baumaßnahmen jedoch nicht: Die Bahn kündigt an, dass die Arbeiten an den Bahnhöfen bis Ende 2027 fortgesetzt werden. Um diese Folgearbeiten umzusetzen, müssen nach der Wiedereröffnung mehrfach kurzfristige Sperrungen der S-Bahn-Gleise erfolgen. Konkret sind Sperrphasen vom 10. Juli bis 7. August 2026, vom 21. August bis 4. September 2026 sowie eine etwa zweimonatige Sperrung Ende 2027 geplant. Regional- und Fernverkehr sollen von diesen zusätzlichen Sperrungen nicht betroffen sein, heißt es von der DB.

Für Pendler bedeutet das einerseits eine spürbare Entlastung durch die weitgehende Wiederaufnahme des Zugverkehrs, andererseits die Notwendigkeit, sich auf weitere, zeitlich begrenzte Umstellungen einzustellen. Die Bahn betont, dass die Folgearbeiten notwendig seien, um langfristig einen zuverlässigen und leistungsfähigen Betrieb zu gewährleisten.

Die Berichterstattung zu diesem Bauvorhaben geht auf Informationen aus Hagen zurück.

Der Bericht stützt eine Nachricht von: wa.de
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