Katrin Habenschaden wechselt zu Spencer Stuart und besetzt Spitzenposten im Mobilitätssektor
Exkommunalpolitikerin wird Beraterin für Führungskräfte in Mobilität und Infrastruktur
München – Katrin Habenschaden nimmt eine neue Rolle in der Privatwirtschaft an und wird ab November für die internationale Personalberatung Spencer Stuart Spitzenkräfte akquirieren und entwickeln. Zielbranchen sollen Mobilität, kommunale Infrastruktur und Finanzwirtschaft sein.
Die 49 Jahre alte Habenschaden war von 2014 an Mitglied des Münchner Stadtrats, stieg rasch zur Fraktionsvorsitzenden der Grünen auf und kandidierte 2020 für das Amt der Oberbürgermeisterin. Im Mai 2020 wählte der Stadtrat sie zur Zweiten Bürgermeisterin. Ihren Rückzug aus der aktiven Politik kündigte sie überraschend im Oktober 2023 aus persönlichen Gründen an.
Im Dezember 2023 begann Habenschaden eine Funktion als Leiterin Nachhaltigkeit und Umwelt bei der Deutschen Bahn. Ende April 2026 verließ sie das Unternehmen und hielt ihre berufliche Zukunft zunächst offen. Dass sie nun in die Personalberatung wechselt, überrascht Beobachter nicht: Mit ihren Erfahrungen aus Politik, Verwaltung und Verkehrswirtschaft bringt sie ein Netzwerk und fachliche Expertise mit, die für die Suche nach Führungskräften in Mobilität und kommunaler Infrastruktur wertvoll sind.
Bei Spencer Stuart soll Habenschaden nach Angaben des Unternehmens vor allem Kandidatinnen und Kandidaten für leitende Positionen identifizieren, in Auswahlprozessen begleiten und strategisch weiterentwickeln. Eine Rückkehr in die aktive Politik hat sie nach eigenen Angaben wiederholt ausgeschlossen.
Der Wechsel verdeutlicht zugleich, wie eng Politik, staatliche Unternehmen und Beratungsbranche im Feld der Mobilität verbunden sind. Für München bedeutet die Personalie zudem den Weggang einer bekannten Lokalpolitikerin in die Wirtschaft.