Deutschlandweit begehrt und gut bezahlt: Was Lokführer bei der Deutschen Bahn verdienen
Deutschlandweit
Ohne Lokführer steht der Zug still. Die Beschäftigten am Führerpult steuern unterwegs Züge mit tausenden PS und gelten seit der Pandemie als systemrelevant. Angesichts anhaltender Personalengpässe ist die Nachfrage nach gut ausgebildeten Lokführern hoch, und das spiegelt sich mittlerweile auch in den Lohnkonditionen wider.
Seit April 2025 gelten neue Tarifvereinbarungen, die das Einstiegsgehalt für Lokführer spürbar angehoben haben. Berufseinsteigerinnen und Berufseinsteiger erhalten demnach rund 3 500 Euro brutto monatlich zuzüglich Zulagen. Durch Zuschläge für Nachtarbeit sowie Sonn- und Feiertagsdienste kann das tatsächliche Monatsnetto deutlich darüber liegen; in Einzelfällen liegen die Einstiegsgehälter inklusive Zulagen über 4 000 Euro.
Langjährig Beschäftigte profitieren ebenfalls von regelmäßigen Anpassungen. Nach Tarifvertrag steigen die Bezüge in Fünfjahres-Schritten um etwa 100 Euro, und mit rund 30 Jahren Berufserfahrung können Monatsgehälter bis zu etwa 4 650 Euro brutto erreicht werden. Parallel locken betriebliche Weiterbildungsangebote und Aufstiegsperspektiven, etwa in Richtung Disposition oder zum Fachwirt beziehungsweise Meister für Bahnverkehr.
Hintergrund
Die Branche steht vor einer Personaloffensive: Nach Schätzungen sind in den kommenden Jahren mehrere tausend zusätzliche Lokführerinnen und Lokführer erforderlich, um den Betrieb zu sichern und die Mobilitätswende zu unterstützen. Die höheren Tarife sind Teil einer Reaktion auf diesen Fachkräftebedarf und auf den Druck aus Arbeitskämpfen und Verhandlungen in den vergangenen Jahren.
Für Bewerbende bedeutet das: Ein technisch anspruchsvoller Beruf mit stabiler Nachfrage, planbaren Aufstiegswegen und je nach Einsatzzeit und Zulagen einem finanziell attraktiven Paket. Für den Verkehr in Deutschland bleibt klar: Ohne ausreichend Lokführerinnen und Lokführer sind Pünktlichkeit und Angebot schwer zu halten.