Deutsche Bahn startet großangelegte Bodenerkundung für neue Güterzugstrecke
Bodenuntersuchungen für neue Güterzugstrecke beginnen
Kenzingen, 02. Oktober 2026 — Die Deutsche Bahn beginnt am 5. Oktober mit umfassenden geotechnischen Untersuchungen entlang der Autobahn A5. Auf einer Trassenlänge von rund 31 Kilometern zwischen Hohberg und Kenzingen sollen die Ergebnisse die Grundlage für den Bau einer neuen Güterzugstrecke liefern.
Die neue Strecke ist Teil der viergleisigen Erweiterung der Rheintalbahn zwischen Karlsruhe und Basel. Ziel ist die Verlagerung des Güterverkehrs zwischen Offenburg, Freiburg und Müllheim auf die neue Trasse entlang der A5. Dadurch entstehen zusätzliche Kapazitäten für den Nah- und Fernverkehr auf der bestehenden Strecke und ein stabilerer Betrieb für Personen- und Güterzüge.
Umfang und Ablauf der Arbeiten
Die Untersuchungen erstrecken sich voraussichtlich bis Ende 2027. Im Rahmen des Programms werden insgesamt rund 1 350 Bohrungen mit einer Tiefe von fünf bis 35 Metern vorgenommen. Die ersten Arbeiten finden im Projektabschnitt 7.3 Lahr–Mahlberg statt, in den Bereichen Kürzell und Grafenhausen. Ende Oktober beginnt das Bohrprogramm zudem im Abschnitt 7.2 Hohberg–Friesenheim in Niederschopfheim sowie im Abschnitt 7.4 Ettenheim–Kenzingen in Kenzingen.
- Gesamtlänge der Untersuchungstrasse: etwa 31 Kilometer
- Anzahl der Bohrungen: rund 1 350
- Tiefen: fünf bis 35 Meter
- Dauer je Bohrung: in der Regel ein bis drei Tage, in Einzelfällen bis zu fünf Tage
- Arbeitszeiten: überwiegend tagsüber, an einzelnen Standorten auch nachts möglich; Wochenendarbeiten derzeit nicht geplant
- Parallelbetrieb: mehrere Bauteams mit bis zu zwölf Bohrgeräten
Folgen vor Ort
Die Arbeiten sind erforderlich, um Baugrund, Grundwasserverhältnisse und Bodenschichten zu beurteilen. Dabei entstehen unvermeidbar Lärm und zeitweise Sperrungen kleinerer Wege oder Feldzufahrten. Die Deutsche Bahn bittet Anwohnerinnen und Anwohner sowie Verkehrsteilnehmende um Verständnis für mögliche Beeinträchtigungen und kündigt an, die Arbeiten so rücksichtsvoll wie möglich zu koordinieren.
Die Ergebnisse der Untersuchungen fließen in die weitere Planung und Dimensionierung der neuen Güterzugstrecke ein. Mit dem Abschluss der Bodenerkundungen soll die Grundlage für die nächsten Planungs- und Genehmigungsschritte geschaffen werden.