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Bahn plant 1000 Ausbildungsplätze für Schieneninfrastruktur — Modernisierung fordert Personalaufbau und Umschulung

04. September 2026

Deutsche Bahn setzt auf Nachwuchs: 1000 neue Ausbildungsplätze für die Infrastruktur

München — Im Zuge großer Erneuerungsprojekte will die Deutsche Bahn massiv in Personal investieren und bis auf Weiteres rund 1000 Ausbildungsplätze im Bereich Schieneninfrastruktur schaffen. Im Gespräch mit dem Personalvorstand Martin Seiler zeichnet sich ein klares Bild: Die Modernisierung der Gleise und Anlagen verlangt nicht nur Geld, sondern vor allem junge Fachkräfte.

Seiler betont, dass die Initiativen Teil einer längerfristigen Strategie sind, um die Netzinstandhaltung und Ausbauprojekte deutschlandweit zuverlässig zu bedienen. Seit dem Start der Generalsanierung am Oberrhein im Jahr 2024 habe sich gezeigt, wie groß der Bedarf an qualifiziertem Personal ist. Die neuen Lehrstellen reichen von Gleisbauerinnen und Gleisbauern über Elektrikerinnen und Elektriker für Oberleitungen bis zu Fachkräften für digitale Signalsysteme.

Gleichzeitig räumt der Personalvorstand ein, dass der technologische Wandel auch Wegfall und Wandel von Arbeitsplätzen mit sich bringt. Automatisierte Abläufe und digitale Steuerungssysteme werden bestimmte Tätigkeiten verändern. Die Bahn setzt deshalb auf Umschulungsprogramme und Weiterbildungen, um Beschäftigte für neue Aufgaben zu qualifizieren und den Übergang sozial verträglich zu gestalten.

Ein Sinnbild dieser Entwicklungen liefert eine Aufnahme aus dem Alltag: Ein Mitarbeitender der DB Sicherheit trägt eine Bodycam, während Teams auf den Baustellen routinemäßig Wartungsarbeiten durchführen. Solche Praxisbilder verdeutlichen, wie nah Ausbildung, Sicherheit und operative Arbeit zusammenrücken, wenn große Infrastrukturprojekte voranschreiten.

Die Bahn will die neuen Ausbildungsplätze gezielt in Regionen platzieren, in denen Sanierungs- und Ausbauprojekte anstehen. Ziel ist es, einen lokal verankerten Fachkräftepool aufzubauen und gleichzeitig jungen Menschen langfristige Perspektiven zu bieten. Seiler unterstreicht, dass die Anstrengungen nicht allein dem Personalbestand gelten, sondern der Zuverlässigkeit und Leistungsfähigkeit des gesamten Schienennetzes zugutekommen sollen.

Die Herausforderung bleibt, ausreichend Ausbilderinnen und Ausbilder zur Verfügung zu stellen und die Ausbildung attraktiv zu machen. Dafür setzt das Unternehmen auf moderne Lehrpläne, Praxisnähe und Partnerschaften mit lokalen Berufsschulen. Der Weg zu mehr Stabilität auf der Schiene führe über Bildung und Qualifikation, so Seiler abschließend.

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