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Zugbegleiter stirbt nach brutaler Prügelattacke bei Kontrolle

08. Februar 2026

Zugbegleiter nach Prügelattacke bei Fahrscheinkontrolle gestorben

Ein Zugbegleiter ist nach einem gewaltsamen Angriff während einer Fahrkartenkontrolle an den Folgen seiner Verletzungen gestorben. Der Vorfall ereignete sich am 2. Februar kurz nach dem Bahnhof Landstuhl im Kreis Kaiserslautern. Die Staatsanwaltschaft Zweibrücken bestätigte, dass der 36-jährige Mitarbeiter später im Krankenhaus verstarb.

Demnach hatte der Zugbegleiter einen 26-jährigen Fahrgast ohne gültigen Fahrschein überprüft. Als er den Mann des Zuges verweisen wollte, soll der Beschuldigte unvermittelt mit mehreren heftigen Faustschlägen auf das Opfer eingewirkt haben. Der 36-Jährige verlor das Bewusstsein, wurde im Zug reanimiert und in eine Klinik gebracht, wo er am folgenden Morgen verstarb. Die Obduktion ergab eine Hirnblutung als Todesursache; nach Angaben der Ermittler wurden keine Messer oder andere gefährliche Gegenstände eingesetzt.

Bei dem Getöteten handelt es sich um einen langjährigen Mitarbeiter der Deutschen Bahn, der seit 15 Jahren im Dienst war und alleinerziehender Vater von zwei Söhnen im Alter von elf und 13 Jahren war. Angehörige berichten, dass die Kinder bis zuletzt an seinem Krankenbett gewacht haben und den Tod ihres Vaters miterlebten. Ein Verwandter sagte, die Situation sei furchtbar gewesen: «Sie haben ihren Vater sterben sehen.» Die Kinder sind nun vorübergehend bei ihrer Großmutter untergebracht.

Der Tatverdächtige wurde am Tatort festgenommen; das Amtsgericht Zweibrücken erließ Haftbefehl. Angaben zu Vorstrafen liegen bislang nicht vor. Nach Informationen der Staatsanwaltschaft stammt der 26-Jährige ursprünglich aus Griechenland, gibt jedoch an, aktuell in Luxemburg zu leben. Die Ermittler werten Videoaufnahmen aus dem Zug aus, um den Hergang weiter zu klären.

Das Entsetzen in der Branche ist groß. Die Deutsche Bahn verurteilte den Gewaltakt aufs Schärfste und forderte eine Debatte darüber, warum es wiederholt zu Angriffen auf Beschäftigte kommt. Die Gewerkschaft EVG hat ein Spendenkonto für die Hinterbliebenen eingerichtet. Am Berliner Hauptbahnhof versammelten sich Kolleginnen und Kollegen zu einer Schweigeminute, an der auch Vertreter aus Politik und Bahnspitze teilnahmen.

Die Ermittlungen dauern an. Staatsanwaltschaft und Polizei prüfen nun, welche konkreten Anklagepunkte erhoben werden und wie die Tat rechtlich zu würdigen ist. Für die Familie bleibt neben der juristischen Aufklärung vor allem die Frage der finanziellen und seelischen Absicherung der beiden minderjährigen Kinder.

Der Bericht stützt eine Nachricht von: merkur.de

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