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Sanierung zwischen Hannover und Hamburg verzögert — Ersatzfahrpläne sollen erst ab Mitte Juni greifen

02. April 2026

Sanierung verzögert, Ersatzfahrpläne verschoben

Hannover/Hamburg — Die geplante Modernisierung der Bahnverbindung zwischen Hannover und Hamburg gerät wegen wetterbedingter Verzögerungen ins Hintertreffen. Die Landesnahverkehrsgesellschaft LNVG teilte mit, dass das ursprünglich für den 1. Mai geplante Ersatzkonzept erst ab dem 14. Juni zum Einsatz kommen soll. Ursache sind Folgen des starken Frosts zu Jahresbeginn, die die Arbeiten entlang der Strecke Hamburg–Berlin verzögert haben.

Die sogenannte Qualitätsoffensive zwischen Hamburg und Hannover startet wie angekündigt am 1. Mai, wird aber stufenweise umgesetzt. DB InfraGO und die beauftragten Baufirmen prüfen derzeit, welche Maßnahmen wann realisierbar sind. Ziel ist, Fern- und Güterverkehr weiterhin über Lüneburg und Uelzen umzuleiten und so den Betrieb bestmöglich aufrechtzuerhalten.

Was Pendler jetzt wissen müssen

Nach Angaben der LNVG gelten bislang folgende Regelungen für den Regionalverkehr:

  • Die stündliche Verbindung zwischen Hamburg und Lüneburg soll weiterhin angeboten werden. Diese Züge halten unter anderem in Bardowick, Radbruch, Winsen an der Luhe und Hamburg-Harburg.
  • Die geplante stündliche Regionalbahn zwischen Winsen und Hamburg wird mit Halt an allen Stationen verkehren.
  • Ein Ersatzverkehr mit Bussen auf der Achse Lüneburg–Uelzen–Celle–Langenhagen ist vorgesehen und soll mit Ausnahme kleinerer Detailanpassungen umsetzbar sein.
  • Bis zum 13. Juni entfallen jedoch die zusätzlich vorgesehenen Pendlerzüge im Berufsverkehr zwischen Lüneburg und Hamburg. Betroffen sind unter anderem Fahrten am Morgen und späten Nachmittag; die LNVG nennt als Ausgleich zeitlich begrenzte Zusatzfahrten zwischen Hamburg und Uelzen bis Mitte Mai.

Der Metronom als zuständiges Verkehrsunternehmen prüft aktuell die technische und betriebliche Umsetzbarkeit der Änderungen. Konkrete Auswirkungen auf den Fernverkehr sind derzeit noch nicht absehbar. DB InfraGO kündigte an, das Fahrplankonzept fortlaufend zu überarbeiten und Fahrgäste frühzeitig zu informieren.

Die Generalsanierung des Korridors ist langfristig geplant und soll laut Bahn 2029 erfolgen. Kurzfristig bleibt für Reisende entscheidend, Fahrpläne weiterhin aufmerksam zu verfolgen und Alternativverbindungen einzuplanen.

Der Bericht stützt eine Nachricht von: ndr.de

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