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Sabine Hamperl: 49 Jahre im Dienst, ein Vorbild für Frauen im Fahrdienst

13. März 2026

Erfahrene Führungskraft setzt auf Selbstvertrauen und Vereinbarkeit

In Berlin beendet Sabine Hamperl Mitte des Jahres eine bemerkenswerte Laufbahn bei der S-Bahn nach 49 Berufsjahren. Als Leiterin Betriebsmanagement verantwortet sie derzeit die Einsatzplanung und Führung von rund 1.300 Triebfahrzeugführerinnen und Triebfahrzeugführern. Ihr Werdegang reicht von der Ausbildung 1977 bei der Deutschen Reichsbahn bis zur Spitzenfunktion bei der S-Bahn Berlin, die sie seit 1995 prägt.

Hamperl berichtet, dass ihr Geschlecht ihren Aufstieg nie aktiv behindert habe. Entscheidend für ihren Weg seien die Unterstützung durch Kolleginnen und Kollegen sowie Führungskräfte und die Freude an den Aufgaben gewesen. Erste Führungsverantwortung übernahm sie bereits kurz nach der Ausbildung, als sie das Fernfahrkartenzentrum in Schöneweide leitete. Für sie sind die Menschen im Team ein zentraler Erfolgsfaktor.

Gleichzeitig benennt Hamperl strukturelle Herausforderungen, insbesondere für Beschäftigte mit Kindern. Der Schichtdienst macht die Vereinbarkeit von Familie und Beruf schwierig. Als Antwort darauf wurden bei der S-Bahn neue Arbeitszeitregelungen eingeführt: in Abstimmung mit dem Betriebsrat entstanden spezielle Dienstpläne, die es Eltern erlauben, weiterhin als Triebfahrzeugführerinnen und Triebfahrzeugführer tätig zu bleiben, auch wenn ein klassischer Schichtdienst nicht mehr möglich ist. Diese Maßnahmen sollen sowohl Frauen als auch alleinerziehenden Vätern Perspektiven sichern.

Für die Chefin sind diverse Teams ein Gewinn: Frauen stärkten oft die soziale Kompetenz innerhalb der Belegschaft und förderten die Zusammenarbeit. Zur Debatte um eine Frauenquote sagt sie, dass sie ein Signal für Chancengleichheit setzen kann, zugleich aber individuellen Leistungsanspruch und Engagement nicht ersetzen dürfe. Persönlich wolle sie nicht, dass ein Beruf allein der Quote wegen vergeben werde.

Abschließend richtet Hamperl einen ermutigenden Rat an junge Frauen: «Traut euch, bleibt flexibel und offen für neue Wege, aber verliert eure Werte und Leidenschaften nicht aus den Augen. Mit Selbstvertrauen, Leistung und Leidenschaft zum Beruf kann man alles werden».

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