Generalsanierung der rechten Rheinstrecke: Fünf Monate Stillstand für 160 Kilometer Erneuerung
Fünf Monate Vollsperrung zur umfassenden Modernisierung der rechten Rheinstrecke
Ab dem 10. Juli steht die Bahnstrecke zwischen Troisdorf und Wiesbaden für rund fünf Monate still. Die Deutsche Bahn beginnt dann mit einer Generalüberholung, die Weichen, Gleise und Signaltechnik auf einer Strecke von etwa 160 Kilometern erneuert und 36 Bahnhöfe modernisiert. Ziel ist ein dauerhafter Qualitäts- und Beschleunigungsschub für den Nah- und Fernverkehr.
Die Dimension dieses Vorhabens macht umfangreiche Vorbereitungen nötig. Schon jetzt laufen Kampfmittelsuchen entlang der Strecke, um das Baugeschehen sicher zu gestalten. Zudem entstehen an mehreren Punkten riesige Logistiklager und Baustellenzufahrten, von denen aus Material und schwere Baumaschinen in Etappen an die Arbeitsstellen geliefert werden.
Eine Bahnsprecherin betont, dass die vorbereitenden Arbeiten entscheidend für den reibungslosen Ablauf seien: «Nur mit präziser Logistik und sorgfältiger Gefahrenabwehr lässt sich die lange Vollsperrung planmäßig durchhalten.» Für Pendler und Anwohner heißt das: geduldige Monate, aber auch Aussicht auf modernisierte Stationen und zuverlässigere Verbindungen danach.
Was genau erneuert wird
- Weichen und Gleisbett: Austausch kritischer Komponenten für mehr Stabilität und Geschwindigkeit
- Signal- und Sicherungstechnik: moderne Anlagen sollen Zugabstände verringern und Pünktlichkeit erhöhen
- Bahnsteige und Bahnhofsgebäude: barrierearme Zugänge, neue Beleuchtung und Fahrgastinformationen an 36 Stationen
- Infrastrukturarbeitsplätze: temporäre Logistikflächen, Materiallager und Montagebereiche entlang des Rheins
Das Projekt betrifft ein breites Gebiet entlang des rechten Rheinufers, sichtbar etwa bei Assmannshausen, und berührt mehrere Bundesländer und Regionen. Für die Bauphase plant die Bahn umfangreiche Ersatzkonzepte im Nahverkehr und verstärkte Busverkehre, um die Mobilität der Pendler weitgehend zu sichern.
Die vorbereitenden Logistikflächen sind bewusst groß dimensioniert: Betonfertigteile, Schotter, Schwellen und komplette Weichensätze werden vor Ort gebündelt, um den kontinuierlichen Bauablauf über Monate zu ermöglichen. Das reduziert lange Materialtransporte und bündelt die Arbeitsgänge – erhöht aber in den betroffenen Gemeinden zeitweise Lkw-Verkehr und Baustellenlärm.
Öffentliche Termine und Informationen will die Bahn sukzessive bekanntgeben. Bewohnerinnen und Bewohner in den angrenzenden Orten werden zu Informationsveranstaltungen eingeladen, ebenso wie örtliche Verkehrsunternehmen, um Anschlussverkehre während der Sperrung abzustimmen.
Am Ende der mehrmonatigen Arbeit steht die Aussicht auf eine deutlich modernisierte Strecke: schnellere, verlässlichere Züge und komfortablere Bahnhöfe entlang des rechten Rheinufers zwischen Troisdorf und Wiesbaden.

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