DB Cargo kündigt Verkauf des Werkes an: Rund 100 Jobs in Oberhausen auf der Kippe
Massive Unsicherheit bei Werkstatt-Beschäftigten nach DB Cargo-Entscheidung
Oberhausen. Der Sparplan von DB Cargo trifft ein Werk in Osterfeld mit voller Wucht: Der Konzern plant, den Standort abzugeben, und bringt damit die Zukunft von rund 100 Beschäftigten in Gefahr. Vor den Hallen sitzen und stehen Mitarbeiter mit sichtbarer Erschöpfung und Sorge; für viele steht mehr als ein Arbeitsplatz auf dem Spiel.
In internen Mitteilungen soll DB Cargo von einer notwendigen Kostensenkung gesprochen haben. Gewerkschafter und Betriebsrat kritisieren die Pläne als abrupt und fordern transparente Verhandlungen über Beschäftigungssicherung und Übergangslösungen. Die Belegschaft berichtet von langen Dienstjahren, technischem Fachwissen und Bindung an den Standort, die sich nicht einfach an anderen Orten fortsetzen lassen.
Branchenkenner weisen darauf hin, dass eine Schließung oder ein Verkauf des Werkes Auswirkungen auf die regionale Logistik und den Arbeitsmarkt haben könnte. Zulieferer und Pendler sind bereits verunsichert. Die Stadtverwaltung steht nach eigenen Angaben in Kontakt mit den Verantwortlichen und prüft Unterstützungsangebote für die Beschäftigten.
Für die Mitarbeiter bleibt die Lage jedoch ungewiss. Einige sprechen von Tränen am Werkstatttor, andere sammeln Informationen für mögliche Tarifverhandlungen. Klar ist: Die kommenden Wochen werden entscheidend, ob Lösungsvorschläge vorgelegt werden, die Entlassungen vermeiden oder zumindest sozialverträgliche Übergänge ermöglichen.
DB Cargo wurde um eine Stellungnahme gebeten. Gewerkschaften kündigten für die kommenden Tage Informationsveranstaltungen und mögliche Protestaktionen an, sollte es an tragfähigen Angeboten fehlen.

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