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Sommerbaustelle legt wichtige Verbindung lahm und verlängert Fahrten massiv

11. August 2026

Streckenstillstand sorgt für deutlich längere Reisezeiten und Ersatzverkehr

Zwischen dem 7. und dem 20. August kommt es auf der Schienenverbindung zwischen Minden und Hannover zu einer großflächigen Sperrung. Für Berufspendler und Reisende aus Ostwestfalen-Lippe bedeutet das: längere Fahrtzeiten, Schienenersatzverkehr und Einschränkungen im Fernverkehr.

Welche Nahverkehrsverbindungen sind betroffen?

Die Regionalzüge RE 60 und RE 70 verkehren in der Sperrzeit nicht auf dem gesamten Abschnitt. Stattdessen setzt die Bahn Schienenersatzbusse ein. Auch die S-Bahnlinie S 1 fällt zwischen den betroffenen Stationen aus; dort fahren Expressbusse, die zusätzliche Zwischenhalte in Bückeburg und Stadthagen bedienen. Die Fahrtzeiten verdoppeln sich stellenweise; auf einigen Verbindungen sind Fahrzeiten von bis zu 90 Minuten zu erwarten.

Ausweitung der Sperrung in der zweiten Woche

Ab dem 13. August wird die Sperrung bis zum Hauptbahnhof Braunschweig ausgeweitet. Für diesen Abschnitt ist ein stündlicher Direktbus vorgesehen, der den Schienenersatzverkehr ergänzt.

Auswirkungen auf den Fernverkehr

Auch Fernreisende müssen mit Verzögerungen rechnen. Viele ICE- und IC-Verbindungen werden umgeleitet oder fallen aus, wodurch Fahrten zwischen Nordrhein-Westfalen und Berlin mindestens eine Stunde länger dauern können. Einige Fernzüge entfallen komplett oder verkehren nur auf verkürzten Abschnitten; Halte in mehreren Orten Ostwestfalens entfallen zeitweise.

Warum ist die Sperrung nötig?

Die Infrastrukturtochter InfraGo bündelt an mehreren Stellen umfangreiche Bauarbeiten, die gleichzeitig ausgeführt werden: Erneuerung einer Eisenbahnbrücke nahe Kirchhorsten, Austausch von Schienen und Weichen an mehreren Stellen sowie Tiefbauarbeiten und Kabelverlegungen rund um das Stellwerk in Stadthagen. Da sich die Maßnahmen zeitlich überlappen, hält InfraGo eine Komplettsperrung für die beste Lösung. Die Bauarbeiten wurden bewusst in die Sommerferien gelegt, um die Gesamtbelastung für Reisende zu reduzieren.

Verkehr auf der Autobahn A2

Wer aufs Auto ausweichen will, sollte ebenfalls mehr Zeit einplanen. Für das Wochenende 7./8. August erwartet der ADAC erhöhtes Verkehrsaufkommen, da in mehreren Bundesländern die Ferien enden. Zusätzlich beginnt ab Freitagabend vor Hannover eine großflächige Fahrbahnerneuerung mit Sperrungen in Fahrtrichtung Berlin, was weitere Verzögerungen verursachen kann.

Entschädigung für Abo-Kunden

Inhaber von Abonnements für betroffene Fernverkehrsverbindungen können sich an das Abo-Team der Bahn wenden. Für die Sperrzeit wurde eine Kulanzregelung angekündigt; der direkte Kontakt erfolgt über das Kundenserviceangebot der Bahn.

Praxisempfehlungen für Reisende

  • Reisezeit großzügig bemessen und frühzeitig alternative Verbindungen prüfen.
  • Rückfragen zum genauen Ersatzverkehr vor Fahrtantritt klären, da sich Fahrpläne kurzfristig ändern können.
  • Wenn möglich flexible Ticketoptionen nutzen oder Fahrten verschieben.

Die Sperrung trifft Pendler und Gelegenheitsreisende gleichermaßen. Wer in den kommenden zwei Wochen unterwegs ist, sollte sich vorab informieren und etwas mehr Zeit einplanen.

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