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Pünktlichkeitscrash auf der Strecke Hamburg–Berlin nach Milliarden-Instandsetzung

14. August 2026

Pünktlichkeitswerte brechen ein nach Abschluss der Instandsetzung

Nach fast einem Jahr Sperrung und einer Generalsanierung zeigt die Bilanz der wiedereröffneten Fernstrecke deutliche Schwächen: Nur rund ein Viertel der Züge erreicht derzeit ohne Verspätung das Ziel. Die Deutsche Bahn bestätigt einen Rückgang der Pünktlichkeitsquote auf 25,8 Prozent, nachdem der Wert zuvor bei bereits schwachen 49,6 Prozent lag.

Zwischen August 2025 und Juni 2026 war die rund 280 Kilometer lange Verbindung umfassend erneuert worden. Die Arbeiten umfassten unter anderem den Austausch von 165 Kilometern Gleisen, den Einbau von fast 250 Weichen und Modernisierungen an 28 Bahnhöfen. Die Kosten beliefen sich auf etwa 2,7 Milliarden Euro und lagen damit über den ursprünglichen Schätzungen.

Als Ursache für die aktuellen Verzögerungen nennt die Bahn weiterhin Restarbeiten und technische Anpassungen, die im laufenden Betrieb vorgenommen werden müssen. Auf einzelnen Abschnitten laufen noch Abnahmen und Softwareumstellungen in den Stellwerken, die Züge wiederholt ausbremsen. Die Bahn kündigt an, dass in den kommenden Wochen Softwareupdates in den Stellwerken Nauen und Büchen spürbare Verbesserungen bringen sollen.

Für die nächste Zeit sind zudem punktuelle nächtliche Sperrungen geplant, um verbleibende Mängel zu beseitigen und Optimierungen vorzunehmen, die erst im Regelbetrieb identifiziert wurden. Reisende müssen demnach auch kurzfristig mit Einschränkungen rechnen.

Die Situation sorgt für Kritik an Planung und Umsetzung großer Infrastrukturprojekte: Verkehrsvertreter fordern eine schnellere Abstimmung zwischen Bauplanung, Zulassung und technischer Inbetriebnahme, damit hohe Investitionen nicht zu anhaltenden Belastungen für Pendler und Fernreisende werden.

Hamburg

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